Geschichte des Eupener Karnevals

Hier gibt es die gesamte Geschichte des Eupener Karnevals: Von der ersten Erwähnung 1696 bis hin zu aktuellen Geschehnissen nach 2010 – Über 300 Jahre Karnevalsgeschichte.

Ein großer Dank geht an Robert Franzen und Raymond Schwall, die Autoren des Buches „11×11 Jahre Öüpener Fastoovend“ sowie an Marcel Bauer, Autor des Buches „Et Wäserscheff – Eine Chroinik des Eupener Karnevals“. Ohne sie gäbe es diese umfassende Geschichte nicht mehr.

2017
Nach 11 Jahren im Verwaltungsrat der AGK verlässt der Präsident Oliver Krings die VoG. Sein Nachfolger wird der bisherige Vize-Präsident Michael Kremer. Zugleiter wird er auch weiterhin bleiben. Der 2. Kassierer Pierre Simon wird zum Vize-Präsidenten gewählt und bleibt weiterhin 2. Kassierer.
Ebenfalls aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden sind Desirée Radermacher (KLJ Kettenis), Rolf Bodem (KG Eulenspiegel) und Knut Lenz (Blaue Funken). Neu im Team sind Lisa-Marie Koonen (KLJ Kettenis) und Achim Hermanns (KG Eulenspiegel)
2016
Nach 18 Jahren verlässt Gründungsmitglied Dagmar Moray-Knauf die AGK. Sie hat außer dem Posten des Vize-Präsidenten alle Ämter im Verwaltungsrat der AGK besetzt und somit eine enorme Arbeit zum Wohle des Eupener Karnevals geleistet. Neben ihr verlassen die 1. Kassiererin Stephanie Veithen-Plaire sowie die Beisitzer Michael Hezel und Sven Mary die AGK.

Mit Kristin Ver Eecke als neue 1. Schriftführerin und Kay Delsemmé als neuen 1. Kassierer findet die AGK auf Anhieb zwei motivierte Karnevalisten für den Vorstand.
2013
Die alljährliche Bushofparty der AGK nach dem Eupener Rosenmontagszug erhitzt die Gemüter: Die AGK verbietet es, auf besagter Party Techno laufen zu lassen, womit viele Karnevalisten nicht einverstanden sind. Die AGK beendet die Bushofparty vorzeitig und sieht sich vielen Protesten gegenübergestellt. Auch die Medien tragen ihren Teil dazu bei und bauschen die Geschichte weiter auf. Schließlich einigen sich Karnevalisten und AGK darauf, dass die AGK in Zukunft von der Bushofparty absieht und die Organisation in andere Hände abgibt.Im Mai tritt die Präsidentin Dagmar Moray-Knauf von ihrem Amt zurück. Sie bleibt dem Vorstand jedoch weiter treu als 1. Schriftführerin. Oliver Krings wird neuer Präsident der VoG.

Im Juni feiert das Clowndenkmal seinen 5×11 jährigen Geburtstag mit einer Vielzahl an Gratulanten. Der Erlös des Festes (4000 €) kommt dem Eupener Vinzenzverein zu Gute.
2011
Die Karnevalspolizei sah sich nicht mehr in der Lage, die Leitung des Rosenmontagzuges zu übernehmen. Daher übernimmt die AGK seit diesem Jahr die Zugführung unter dem Zugleiter Michael Kremer.
2010
Schneechaos während der Karnevalstage: Der Kinderzug zog komplett ohne Karnevalswagen aus. An Rosenmontag waren die städtischen Dienste seit den frühen Morgenstunden damit beschäftigt, die Straßen zu räumen, damit der Zug wie geplant durchgeführt werden konnte.Die Homepage der AGK (www.agk-eupen.be) ging online.
2009
Herbert Clooth trat als Präsident der AGK zurück, neue Präsidentin wurde Dagmar Moray-Knauf. Der Vorstand der AGK setzte sich größtenteils aus neuen Mitgliedern zusammen und leitete mit neuem Elan den Eupener Karneval.
2006
Die Stadt übergab den 7 Gesellschaften einen gemeinsamen Prinzenwagen, welcher alle 8 Jahre erneuert werden soll.
2005
Erstmals gab es vor der Sessionseröffnung der AGK eine Messfeier.
2004
Nach 30 Jahren spielten die Motten ihr letztes Konzert.Herbert Clooth wurde neuer AGK Präsident nachdem Helmut Breuer sein Amt nieder gelegt hatte.
2003
Das Grenz-Echo veranstaltete am Altweibertag einen Talentschuppen.„De Hondsjonge“ brachten ihre erste CD raus.
2001
Das erste Prinzentreffen der Gemeinschaftsregierung fand statt.
2000
40 Vereine sind mittlerweile Mitglied der AGK.„De Klös“ traten zum ersten Mal auf.
1999
Die erste Sessionseröffnung der AGK wird abgehalten (immer am ersten Sonntag nach dem 11.11., um eine Überschneidung mit den Feierlichkeiten zum Waffenstillstand und dem St. Martin zu vermeiden). Seit Gründung der AGK wird der Clown kurz vor der Sessionseröffnung auf Hochglanz gebracht.
1998
Der Clown feiert sein 40-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum erhält er eine Tafel die in 4 Sprachen (D, F, NL, Öüpener Platt) den Clown beschreibt.
1997
Die „Pärdsköttelgarde“ wird durch Mitglieder mehrere Gesellschaften gegründet. Ihre Auftritte sollten allesamt zu einer Gaudi werden.
1996
Der Verwaltungsrat des Festkomitees trat am 15. Mai geschlossen zurück. Interne Querelen um unauffindbare Gelder waren der Grund. Am 3. September fand die Gründungsversammlung der „Arbeitsgemeinschaft Karneval V.o.E Eupen-Kettenis“, kurz AGK, statt. Die AGK sollte ab nun die Organisation des offiziellen Karnevals in Eupen übernehmen. Am 14. September wurde der erste Verwaltungsrat gewählt. Die Gesellschaften, die KLJ sowie 27 Privatgruppen hatten sich der AGK angeschlossen. Der erste Präsident des neuen Komitees wurde Helmut Breuer.
1991
Am 23. Januar wurde beschlossen, den gesamten ostbelgischen Saal- und Straßenkarneval auf Grund der Golf-Krise abzusagen.
1990
Der Rosenmontagszug wird auf Grund einer Orkanwarnung abgesagt. Auch der Umzug Veilchendienstag in Kettenis fällt aus. Als Nachholdatum für den Rosenmontagszug wurde der 29. April festgelegt.Das AK wurde in „Festkomitee Eupener Karneval V.o.E.“ umbenannt.
Die Stadtwache verlieh erstmals den „Dr. Gerhard Franzen Gedächtnis-Orden“ für besonderes Engagement in der eigenen Gesellschaft.
1987
Beim ersten Fest „Rot-Gelb“ wurde die Goldene Feder an Ritter Alfred Bourseaux verliehen.
1986
Der erste Scholl- und Schöllchen Oder wurde an Robert „Hütchen“ Soiron verliehen.
1985
Die erste Närrische Hitparade beim BRF wurde ausgestrahlt.
1984
Ein neues AK unter dem neuen Vorsitzenden Hans Schmitz formierte sich. Es stand nun nicht mehr unter städtischer Obhut.
1983
In der Pause des Rosenmontagszuges ging ein Pferd durch und verletzte 5 Personen.Das Aktionskomitee befand sich in einer schweren Krise, Präsident und Schriftführer treten zurück. 7 Personen erklärten sich bereit, die Probleme der anstehenden Session in Angriff zu nehmen. Zudem formierte sich ein städtisches AK.
Das Kölner Dreigestirn machte dem Eupener Prinzen Edgar III (Hungs) in vollem Ornat seine Aufwartung.
1980
„Karneval der kleinen Leute“ erschien (Text Marcel Bauer, Fotos Hennig Christoph)
1979
Der erste „Weser-Kurier“ (Narrenzeitung der KG Micky-Mäuse) erschien.
1978
Das neu gebildete AK nennt sich „Öüpener Fastoovend“, unter Präsident Bruno Havenith.Erstmals trat Fredy Bocken in die närrische Bütt.
1977
Die Ortschaft Kettenis wurde zur Stadt Eupen eingemeindet.
1976
Urauffühurng des Films „Oepe Alaaf – Eine Stadt im Karneval“ von Marcel Bauer.„Nandes“, alias Ferdi Radermacher trat zum ersten Mal als Büttenredner auf.
1974
Die Eupener Fastoovends-Band „Die Motten“ wurde gegründet.
1973
Die Freundschaft zwischen Eupen und Temse wurde besiegelt. Zur Untermauerung der Freundschaft wurde der Park gegenüber dem Hotel Bosten Temsepark getauft.
1971
Die Proklamation wurde auf Januar vorverlegt.Walter II (Queck) wurde in Temse zum „Prins van Belgie“ gekührt.
1970
„Die Juppen“ entstanden aus der Harmonie St. Josef.
1969
Prinz Albert I war der erste Eupener Prinz, der Temse besuchte.
1968
Die erste Kinderkappensitzung in Kettenis wurde abgehalten.
1967
Erstmals musste der Prinz (Herbert I Kelleter) ohne die Prinzengarde durch die Säle ziehen, da die Anzahl Mitglieder der Prinzengarde stark zurückgegangen war.Die Katholische Landjugend (KLJ) Kettenis fasste den Entschluss, den Ketteniser Karneval neu zu beleben und sich dem Kinderkarneval zu widmen. Karl-Heinz I (Lennertz) wurde daraufhin proklamiert.
1966
Erhebliche finanzielle Engpässe beim AK – alle öffentlichen Empfänge wurden gestrichen. Nach Karneval trat das AK geschlossen zurück. Ein neues AK wurde gewählt.
1965
Das Trommler- und Pfeiferkops Eupen wurde gegründet. Bis heute spielen sie den Prinzen bei seiner Proklamation in den Saal.
1964
Mit Herbert II (Scholl) wurde der letzte Ketteniser Prinz proklamiert. Zu einer Abdankung ist es nie gekommen, da der offizielle Karneval in Kettenis sich auf Grund von Querelen 1965 auflöste.
1962
Pockenepedemie – Küssen und Hopsen erlaubt, Tanzen hingegen verboten. Alle Karnevalsveranstaltungen im gesamten Bezirk Verviers wurden abgesagt.Die Ex-Prinzen zogen daraufhin mit 2 echten Dromedaren durch die Stadt und sogar durch die Kneipen Eupens.
1961
Es gab eine erste Kontaktaufnahme zwischen den Verkehrsvereinen aus Eupen und Temse.
1958
Der erste Kinderprinz Edgar I (Luchte) wurde anlässlich des 2×11 jährigen Bestehens der Stadtwache Grün-Weiß proklamiert. Für ihn zog Karnevalssonntag der erste Kinderzug durch die Straßen.Das Funkencorps Blau-Weiß hüllte den „Manneken-Pis“ in eine blau-weiße Garde-Uniform.
Der Freundschaftsbund der Ex-Prinzen ließ sich offiziell eintragen bei der Stadt.

Am 14. Juni wird der „Clown“ eingeweiht, gefeiert wird bis in die Nacht.
1957
Das AK bekommt nach vielen Absagen die Zusage von der Stadt, einen passenden Sockel und ein angemessenes Blumenbeet für das Clown-Denkmal anbringen zu lassen.Die Vereinigung der ehemaligen Karnevalsprinzen der Stadt Eupen, kurz EKP, wurde gegründet.
1956
Die Stadtwache Grün-Weiß organisierte den ersten Kinderkarneval, noch ohne Kinderprinzen.Die KG Eulenspiegel drängte das AK die bereits gegossene Figur eines Clowns von Joseph Braun anzukaufen und sie der Stadt zu schenken.
1955
Die KG Eulenspiegel unterbreitete der Stadt den Vorschlag, dem Karneval ein Denkmal in Form eines Clowns zu setzten. Die Stadt lehnte ab: „Kein Interesse“
1953
Das AK sorgt für Ordnung beim Aufzug der karnevalistischen „Truppen“, das Festkomitee übernahm die Verwaltung und die Verantwortung.
1952
Ein neues Festkomitee wurde gegründet, erster Präsident war Jean Wintgens. Das AK blieb aber trotzdem weiter bestehen.
1951
Prinz Erich I (Pauquet) besuchte erstmalig Veilchendienstag das Alten- und Pflegeheim St. Josef, eine Tradition die bis heute noch durch die AGK aufrechterhalten wird.Die „Grün-Weißen“ gründeten eine Damentanzgruppe, die noch bis in die 70er Jahre bestehen sollte.
1949
Die KKG Berger Block wurde gegründet. Erster Präsident wird Joseph Jacobs.Die KG Micky-Mäuse werden gegründet.
1948
Es gab wieder einen einstimmig gekürten Prinzen und einen gemeinsamen Rosenmontagszug.Die Karnevalspolizei wurde unter der Präsidentschaft von Erich Pauquet gegründet.
Das Lied „Et Wäserscheff“ wurde komponiert (Text: Leo Brossel, Musik: Hans Reinertz).

Das Aktionskomitee (AK) hatte die Aufsicht über den Rosenmontagszug.

Die Prinzenkette (wird auch heute noch von jedem Prinzen getragen) wurde durch die Stadt Eupen gestiftet, gefertigt vom Goldschmiedemeister Hans Bredohl.

Die KG Eulenspiegel wurde aus den Kegelbrüdern und –schwestern des „Pourquoi Pas?“ gegründet, den ersten Eulenspiegel verkörperte Adolph Ingenmey
1947
Ein erster, noch recht ungeordneter Rosenmontagszug, zog nach dem Krieg wieder durch die Straßen.
1946
Der Karneval lebt nach dem Zweiten Weltkrieg langsam wieder auf.
1938
Der Rosenmontagszug umfasste 45 Gruppen. Einen Prinzen gab es in dem Jahr nicht, dafür jedoch eine ersten Kinderprinzen – „Märchenprinz“ Carl August Bourseaux.
1936
Der „Funkencorps Blau-Weiß“ wurde gegründet, erster Kommandant war Aloys Drouven.Die „Garnison und Wachkompagnie“ wurde gegründet (heute Stadtwache Grün-Weiß), erster Präsident war Anton Dahlen, erster Oberkommandierender Joseph Ortmann.
1931
Weltwirtschaftskrise – Der Karneval kam fast völlig zum Erliegen.
1930
Etwa 18.000 Zuschauer bejubelten den Rosenmontagszug.
1929
Der Rosenmontagszug stand, nach rheinischem Vorbild, erstmals unter einem Motto: „Märchen und Sagen“.Der Reiterverein (Vorläufer der Blauen Funken) wurde gegründet.
Felix I (Leuer) war der erste Prinz mit eigenem Hoforden.
1928
Erstmals hatte ein Prinz (Julius I Kirschfink) weibliche Pagen an seiner Seite (in diesem Jahr gleich 6).
1927
Die „KG 1927“ wurde gegründet, die Prinzengarde, erster Präsident war Willy KaiserAm 4. Juni wurde das Grenz-Echo vorgestellt.
1924
Ein neues Komitee wurde gewählt, einen Prinzen oder einen Rosenmontagszug gab es nicht.
1923
Der Rosenmontagszug wurde abgeblasen, das Festkomitee trat zurück.Maskentragen wurde verboten, weiter wurde verboten: der Gebrauch misstönender Instrumente, das Singen zweideutiger Lieder, das Musizieren und das Singen nach 22h, das Werfen von Konfetti und Luftschlangen.
1922
Der Karneval lebte nach dem Ersten Weltkrieg wieder so richtig auf.
1914
Unter dem Vorsitz von Johann Frings (Prinz 1908) gründete sich ein neues Komitee.In Kettenis gab es den ersten Prinzen, Johann I (Klein) – ohne Pagen.
1913
Im „Tonnar`schen Saal“ fand am Donnerstag eine Weiberfastnacht statt. Es bestand ein „Funkencorps“ in Eupen.
1908
Es wurde das „provisorische Komitee“ gegründet, Präsident wurde der Zigarrenhersteller Alfred Koch.Vor dem Prinzenwagen sah man erstmals „Blaue Funken“.
1907
Der Umzug musste abermals ausfallen. Der Turnverein „Gymnastik“ wurde gegründet, der Vorgänger der „Stadtwache Grün-Weiß“.
1903
Eupen hatte erstmals einen offiziellen Narrenherrscher, Eduard I (Imperatori), Glasermeister aus der Paveestraße.
1902
Weder in Eupen noch in Kettenis zogen Züge aus.
1900
34 Gruppen nahmen am Karnevalszug teil, darunter auch sehr wahrscheinlich Prinz Ferdinand I (Familienname ebenfalls nicht bekannt).In Kettenis gab es ebenfalls einen Karnevalszug.
1899
Es gab wahrscheinlich den Prinzen Ludwig I, Familienname nicht bekannt.
1898
Die „Eulen“ (Keine Vorgängerin der heutigen Gesellschaft) organisierten gemeinsam mit den „Löstige Grömele“ wieder einen Karnevalszug.
1887
Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage wurde der Karnevalsumzug wieder eingestellt. Es gibt Hinweise auf einen ersten Karnevalsprinzen (der noch „Held Carneval“ genannt wurde; der Name ist nicht überliefert).
1884
Zusätzlich zu den 9 großen Säle gab es an die 90 Gast- und Schankwirtschaften. In diesem Jahr zog der erste nachweisbare Rosenmontagszug durch die Straßen.
1883
Die „Massenabendwanderung“ der Eupener Narren zum großen Aachener Maskenzug ließ in Eupen die Idee gedeihen, selbst einen Rosenmontagszug zu organisieren. Am 30. Juni gründete sich an der Bergkapelle die „Société chorale en bloc“, die Vorläuferin des „Berger Block“.
1880
In Eupen gab es 9 große Säle, die zu Karneval Hochbetrieb verzeichneten.
1869
Es gibt 2 neue Gesellschaften (oder die 11er und 77er haben ihre Namen geändert): „C.G. Eupen“ und „KG Sieben x Elf“. Sie veranstalteten prunkvolle Sitzungen bei denen Seitenhiebe auf Religion und Politik verboten waren.
1868
Es gab keine Spur mehr von den 3 Karnevalsgesellschaften.
1862
Die „Carnevals-Gesellschaft aus der Sektion C Nro. 77“ stellte das Festkomitee der Floressei. In der Oberstadt gründete sich die Gesellschaft „Narrenwelt“. Ab Beginn der Adventszeit fanden sonntäglich mehrere Kappensitzungen statt, unterbrochen nur von Weihnachten.
1862
Es gibt 2 offizielle Karnevalsgesellschaften: „Carnevals-Gesellschaft 11“ und die „Carnevals-Gesellschaft aus der Sektion C Nro. 77“
1859
In den Akten der Stadt wird ein Gesangsverein „Vom Berge“ erwähnt.
1850
Es gab verschiedene „Veedelezöch“ in Eupen.
1848
Die „Allgemeine Carnevals-Gesellschaft Eupen“ hielt verschiedene Sitzungen im Saal Fey an der Vervieser Straße ab. Die Mitglieder der ersten Eupener Karnevalsgesellschaft nannte man „Flabinesse“, die Gesellschaft und ihr Stammlokal „Floressei“. Der „Vergnügungsdirektor“ (heute Sitzungsleiter) war der „Hanswurst“.
1841
Es gibt Hinweise auf gut besuchte Karnevalsbälle und ein Fischessen Aschermittwoch.
1834
Der Landrat des Kreises Eupen denunzierte jegliche „Karnevalslustbarkeiten“, indem er nach Berlin meldete, ihm sei von Umzügen nichts bekannt.
1825
Nach Einführung der Schulpflicht erwiesen sich Schulkinder-Kostüme als der Hit.
1760
Bürgermeister Johann Simon Vercken sprach davon, dass an den 3 Tagen große Mengen getrunken und bis in die Nacht gefeiert wurde. Maskenbälle gab es nur in den oberen Kreisen hinter verschlossenen Türen. Kostümierungen bei der Arbeitsbevölkerung gab es auch. Meistens auf Grund von Armut aus bereits vorhanden Kleidungsstücken zusammengesetzt. Weiter gab es das Kostüm des „Muschelmannes“. Niederländische und flämische Arbeiter aus küstennahen Gegenden hatte in der Blütezeit der Tuchindustrie in Eupen Arbeit gefunden. Sie sorgten für den Muschelnachschub.
1696
Erste Erwähnung von 3 Karnevalstagen in Eupen. Sämtliche Webstühle standen in diesen Tagen still, zum Missfallen der Tuchmacher. Die Weber fertigten ihre Kostüme selbst, „Läppkes“ oder „Läppchenmann“.
1213
Eupen wurde das erste Mal erwähnt.